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Interview mit Claudia Herke

Claudia Herke, Designerin vom Stilbüro bora.herke.palmisano und Kuratorin der Paperworld Trends
Claudia Herke, Designerin vom Stilbüro bora.herke.palmisano und Kuratorin der Paperworld Trends

Frau Herke, Sie sind gemeinsam mit Ihren Kollegen Annetta Palmisano und Cem Bora für die Paperworld Trends verantwortlich. Wie genau kann man sich den Entwicklungsprozess der Trends vorstellen?

Claudia Herke: „Die Modewelt setzt immer als erstes Tendenzen, weshalb wir alle internationalen Modenschauen genau verfolgen und beobachten. Des Weiteren inspirieren uns Produkt- und Möbeldesign. Interdisziplinäre vergleichen wir die Einflüsse aus diesen verschiedenen Bereichen und filtern wichtige Aussagen heraus, über Materialien, Farben, Dessinierungen und vor allen Dingen Stilfragen. Diese Impulse verarbeiten wir in unserer Trendanalyse.“

Wie geht es dann weiter – von der Mode und den Möbeln zu den PBS-Produkten?

Claudia Herke: „Wichtig ist herauszufinden was bleibt und was neu ist. Manche Trends verschwinden nach erfolgreichen Jahren, andere tauchen unvermittelt wieder auf. Das richtige Timing ist entscheidend, dafür vergleichen wir unsere Ideen aus der Mode und dem Möbeldesign mit anderen Bereichen wie Architektur, Interiordesign - aber auch aktuelle Kunstausstellungen. Unsere Aufgabe besteht darin, für jedes Jahr die erfolgreichen Trends aufzuspüren und umzusetzen. Ableitungen zu PBS-Produkten sind dann ganz leicht, wenn man beispielsweise die Farben, Materialien und Designs konkretisiert hat.“

Und wie kommen die Trends dann konkret auf die Paperworld?

Claudia Herke: „Zuerst entwickeln wir die Trendbücher mit den drei Trendwelten. Anschließend rufen wir die Aussteller dazu auf, uns ihre Trendprodukte für die kommende Saison zu schicken. Diese werden dann nach den Trendaussagen der Paperworld Trends sortiert und angeordnet. Natürlich können wir hierbei nur eine Auswahl an Produkten mit aufnehmen. Für die, die im Trend Areal gezeigt werden, ist es eine hervorragende Plattform, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erregen. Der Besucher nimmt die Trendanregungen als Orientierungshilfe für seine Sortimentszusammenstellung und Präsentation auf den Verkaufsflächen.“

Zu den Trends 2020/21

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