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Drei Fragen an: Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt

Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt
Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt wird ab dem Veranstaltungsjahr 2020 ganz auf Ökostrom umstellen und ihre Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Warum geht die Messe Frankfurt diesen Schritt?

Uwe Behm: „Die Messe Frankfurt ist hinsichtlich ihres durchschnittlichen Strombedarfs vergleichbar mit einer mittleren Kleinstadt von rund 40.000 Einwohnern. Die Umstellung auf Strom mit optimierter CO2-Bilanz ist eine logische Konsequenz eines ganzheitlichen verantwortungsvollen Wirtschaftens der Unternehmensgruppe. Durch die vollständige Umstellung auf regenerative Energien sparen wir jährlich rund 19.000 Tonnen CO2 ein.

Wir werden den Ökostrom sowohl für die Stand-, Hallen- sowie die Geländestromversorgung am Standort Frankfurt einsetzen. Der Verzicht auf konventionelle Energiequellen ist für uns ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der langfristig angelegten strategischen Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit als weltweit größter Messeveranstalter mit eigenem Gelände.“

Was bedeutet die Umstellung für die Kunden, also unsere Aussteller?

Uwe Behm: „Wir können seit einigen Jahren bei vielen unserer Kunden ein verstärktes Umweltbewusstsein feststellen. Einher geht dies mit den Forderungen nach einer Reduzierung von Emissionen, eine Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und damit verbunden auch einer höheren Energieeffizienz.

Unseren Ausstellern entstehen durch die Nutzung des Ökostroms keinerlei Nachteile. Die Messe Frankfurt finanziert den Differenzbetrag, der durch die Umstellung auf Ökostrom entsteht, aus eigenen Mitteln. Unabhängig von der Umstellung auf Ökostrom steigen die Elektropreise im Veranstaltungsjahr 2020 um etwa fünf Prozent.“

Warum steigen die Elektropreise um durchschnittlich fünf Prozent für das Veranstaltungsjahr 2020 an?

Uwe Behm: „Dies ist auf die stark gestiegenen Börsenpreise zurückzuführen und hat nichts mit der Umstellung auf Ökostrom zu tun. Wir konnten in den vergangenen Jahren relativ stabile Elektropreise garantieren, da wir langfristige Lieferverträge mit den Stromlieferanten abgeschlossen hatten. Bei den kürzlich durchgeführten Neuverhandlungen über die Stromlieferungen können wir uns nicht von den inzwischen stark gestiegenen Börsenpreisen entkoppeln.“

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